Bericht über die Michael-Kirmes 2018

…Was für ein Fest. Dieses Jahr erstmalig mit neuem Kirmeskonzept, welches bei allen Beteiligten und Besuchern super ankam und akzeptiert wurde. Aber beginnen wir mal etwas weiter vorne, denn Kirmes geht für die Verantwortlichen ja nicht nur von Donnerstag bis Montag, sondern beginnt weit im Voraus, beispielsweise mit dem Sammeln. Denn am Sammeln merkt man doch immer wieder, wie sehr die St. Sebastianus Junggesellen Bruderschaft Niederdollendorf an einem Strang zieht. Die Jungs und Mädels sind immer zahlreich zu den Terminen erschienen, um dann gemeinsam durchs Dorf zu laufen, an den Türen zu klingeln um Flyer und Festschriften für unsere Kirmes zu verteilen, den Leuten die Tradition der Bruderschaft ein wenig näher zu bringen und vielleicht auch eine kleine Spende für die Spardose zu erhalten. Auch unsere 3 Übungsabende auf dem Schulhof der Longenburg Grundschule, die wie immer 4 Wochen vor Kirmes, Freitagsabends stattfanden, waren ein voller Erfolg und jedes Mal gut besucht mit alten und neuen Gesichtern. Am Montag nach dem 3. Übungsabend begann auch schon unsere Aufbauwoche. Auch hier lässt sich unser toller Zusammenhalt hervorheben. Bedingt durch das neue Konzept und dem damit verbundenen Tag weniger für Aufbauarbeiten galt es sich zu sputen. Aber auch das war kein Problem für unsere Jungs und Mädels, denn alle gemeinsam angepackt, waren wir pünktlich am Donnerstagnachmittag mit dem Aufbau des gesamten Zeltes fertig und somit bereit für die Vogeltaufe, dem offiziellen Beginn unserer Kirmes. Donnerstag, 27.09.18 (Generalprobe, Vogeltaufe) Bevor es zur Vogeltaufe ging, trafen sich alle wieder auf dem Schulhof der Longenburgschule für die Generalprobe gemeinsam mit den „Knöppelches Jonge“. Vom Schulhof ging es einmal durchs Dorf bis ans Rheinufer um dort noch einmal die Parade zu üben. Auch das 133. Königspaar Simon Urban und Saskia Schwabe mit ihren Begleiterpaaren Marc-Oliver Rick mit Linda Langmaack und Thorben Pieger mit Leoni Schwarz und unser 25. Jähriges Jubelkönigspaar Stephanie Koenen und Andreas Leischner (109. Königspaar) samt Begleiterpaaren waren dabei und ließen erstmalig in diesem Jahr für sich marschieren. Vom Rheinufer führte der Zug ins Festzelt neben der Kirche zur traditionellen Vogeltaufe. Diese war auch dieses Jahr wieder gut besucht und wurde wie jedes Jahr von der Band „Blechschaden“ und den „Knöppelches Jonge“ musikalisch begleitet. Der Königsvogel wurde vom 109. Königspaar, zu Ehren unserer Schutzpatronen

Michael und Sebastian, auf den Namen „Miseb“ getauft. Der Sekt, mit dem der Vogel bei der Taufe übergossen wird, wurde von unseren Ü16 Anwärtern erfolgreich ausgetrunken. Im Anschluss an die Vogeltaufe legte DJ Lex auf und im Zelt bebte bereits Donnerstagsabends die Tanzfläche. Freitag, 28.09.18 (Bayrischer Abend) Egal wie schön das Feiern auch war, Freitagmorgens ging es früh weiter, denn das Zelt musste für den Bayrischen Abend wieder hergerichtet und dekoriert werden. Aber wie so oft schon erwähnt, durch die tolle Zusammenarbeit unserer Jungs und Mädels, ging auch dieser Umbau schnell vonstatten. Somit konnten sich die Jungs rechtzeitig für den Fackelzug fertig machen und die Mädels ins Dirndl schmeißen. So wie der Fackelzug am Zelt startete, endete er auch dort wieder und zwar in einem schon gut besuchten Zelt beim Bayrischen Abend unter musikalischer Begleitung unserer „Bläserfreunde Niederdollendorf“, die es verstanden mit zünftiger Blasmusik und moderner Tanzmusik sehr schnell in Stimmung zu bringen. Schon an diesem Freitag Abend war unser Zelt so gut besucht wie noch nie und alle verbrachten einen feucht fröhlichen Abend bis in die Morgenstunden. Samstag, 29.09.18 (Jubiläumsball) Um 07:45 Uhr war Antreten für alle. Im Anschluss wurden die Vorstandsmitglieder abgeholt und es ging für alle in die heilige Messe mit anschließender Gefallenenehrung und Kranzniederlegung. Tagsüber fanden dann die Einkehren statt. Zunächst lud unser Ehrenmitglied Thomas Schwarz im Namen aller Ehrenmitglieder zu einem kleinen Umtrunk, bevor die Mittagspause dann beim 133. König Simon Urban stattfand. Nicht weniger feucht fröhlich kehrten die Junggesellen im Anschluss daran im Garten der 133. Königin Saskia Schwabe ein. Im Anschluss erwartete uns das 25. Jährige Jubelpaar in unserer Jaaß (Rheinstraße) und zu guter Letzt gingen wir zum 50. Jährigen Jubelpaar Alexander Raeder und Ria Vreden (84. Königspaar). Alle Einkehren waren ein großer Erfolg, super gut besucht und machten einen riesen Spaß. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle „Gastgeber“. Nach dem letzten Einkehren zog ein großer Festzug in Erwartung zahlreicher Schaulustiger zur Parade an unser geliebtes Rheinufer. Hier gebührt ein riesiges Dankeschön der KG „Me brängen et fädig“ aus Niederdollendorf, die mit einem Getränkeausschank das Warten auf den Festzug mit gekühlten Getränken verkürzten. Nach der Parade traf der Festzug pünktlich mit Einbruch der Dunkelheit ins wieder super gefüllte Festzelt zum Jubiläumsball zu Ehren der Jubelkönigspaare ein.

Es spielte erstmals die Band „Neroburger“ aus der Eifel und sorge für super Stimmung und eine stets volle Tanzfläche. Für eine große Überraschung sorgte die „Gulaschkapell“, welche es sich nicht nehmen ließ, nach einem Auftritt in Köln noch kurz vorbei zu schauen und die Stimmung noch mehr zu steigern. Es gingen so viele Getränke über die Theke wie noch nie und auch das Zelt war so gut besucht wie gefühlt noch nie. Ob das an der Kirmesumstellung lag? Man weiß es nicht genau, das müssen die kommenden Jahre zeigen. Sonntag, 30.09.18 (Krönungsball) Der Sonntag begann für die Bruderschaft mit dem Festhochamt und anschließender Prozession. Danach fand ein Fahneschwenken für die Ortsbevölkerung, die Kinder der Kindergärten und die Schüler der Longenburgschule statt, in dessen Anschluss es zum Vogelschießen auf den Schießplatz hinter dem Festzelt ging. Die freiwillige Feuerwehr stand schon mit Erbsensuppe zur Stärkung bereit. Nachdem die Ehrenschüsse abgegeben wurden, las der 2. Brudermeister Christoph Winter die Schießregeln vor. Dann begann das Schießen. Nach dem 10. Schuss fiel auch schon der Kopf des „Miseb“ durch Leon Hoffmann. Mit dem 40. Schuss erlegte Daniel Schwingen den rechten Flügel und Simon Urban mit dem 77. Schuss den linken Flügel. Der 100. Schuss wurde von Karl-Willi Weck abgegeben, mit diesem fiel der Schweif. Nach einer kurzen Pause startete das Schießen auf den Rumpf und somit ein langes Kopf an Kopf Rennen zwischen den beiden Brudermeistern. Es wurde sehr spannend, auf dem Platz hätte man eine Stecknadel fallen hören können. Letztendlich fiel mit dem 165. Schuss der Vogel durch unseren 1. Brudermeister Joshua Lang, dem nunmehr 134. König der Sankt Sebastianus Junggesellen Bruderschaft Niederdollendorf. Zu seiner Königin wählte er seine langjährige Freundin Linda Langmaack. Euch Beiden bereits an dieser Stelle nur das Beste für euer Königsjahr und eine schöne Zeit. Begleiterpaare wurden Milan Wloemer mit Suinja Frembgen und Alexander Henseler mit Melanie Vieritz. Nach dem Vogelschießen fand das Einkehren beim neuen König im Garten des Elternhauses statt. Auch hier war die Stimmung schnell auf dem Höhepunkt. Richtig feierlich wurde es hingegen bei der Krönung, welche im Anschluss vor dem Festzelt stattfand und von Präses Dariusz Glowacki vorgenommen wurde. Simon Urban wurde zum ehemaligen König und Joshua Lang zum amtierenden. Nach der Krönung fand das Einkehren bei der neuen Königin im ehemaligen Hof Rechmann statt. Auch hier überhörte man vor lauter Feierei das ein oder andere „Antreten“ des Hauptmannes Philipp Wollhöwer.

Nach dem Einkehren ging es erneut zur Parade ans Rheinufer. Auch an diesem Nachmittag war der Getränkeausschank der KG „Me brängen et Fädig“ zur Freude aller Besucher geöffnet. Nach der Parade ging der Festzug wieder ins Festzelt zum diesjährigen Krönungsball. Zu diesem durften wir auch unsere befreundeten Vereine aus den Nachbarorten Oberdollendorf, Königswinter und Oberkassel begrüßen. Auch beim Krönungsball spielte die Band „Neroburger“ und sorgte wie am Vortag für eine immer volle Tanzfläche. Montag, 01.10.18 (Kirmeskerl verbrennen) Egal, wie spät (oder auch früh) der ein oder andere nach dem Ball ins Bett fiel, um 11 Uhr trafen sich die Jungesell(inn)en am Festzelt zum gemeinsamen Abbauen. Was mühsam innerhalb von 4 Tagen aufgebaut wurde, wird an einem Tag wieder abgebaut. Nach dem Abbau gingen die fleißigen Helfer wie jedes Jahr bei Hellas Grill essen und danach ins Schnix um sich auf das Verbrennen des Kirmeskerls und somit das offizielle Ende unserer Kirmes vorzubereiten. Der brennende Kirmeskerl wurde unter musikalischer Begleitung der „Knöppelches Jonge“ in den Rhein geschoben. Damit ging eine wunderbare Kirmes zuende. …Und wenn er nicht ertrunken ist, dann brennt er noch heute.

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